23.9. 20 Uhr „Tellingstedt und der Weg dorthin“

Tellingstedt und der Weg dorthin

Tellingstedt und der Weg dorthin

Lesung und Buchvorstellung: „Tellingstedt und der Weg dorthin“, Texte
und Materialien zu Arno Schmidts „Die Schule der Atheisten“.

Arno Schmidt (1914-1979) machte Tellingstedt in Dithmarschen zum Ort der
Weltliteratur, indem er dort seine Novellenkomödie „Die Schule der
Atheisten“ ansiedelte. Ein Zukunftsroman, 1972 erschienen, der im Jahre
2014 spielt. Die Zukunft hatte also die Gegenwart eingeholt.

Warum Schmidt die Geestgemeinde im nördlichen Dithmarschen als zentralen
Handlungsort wählte, kann letztlich wohl nicht geklärt werden, er war
zweimal in Tellingstedt, 1963 und 1969. Das erste Mal vermutlich eher
zufällig, das zweite Mal gezielt. Vom ersten Besuch in
Schleswig-Holstein berichtet er selbst in seinen Tagebuchnotizen, die
zweite Recherche-Reise wird in den Tagebuchaufzeichnungen seiner Frau
Alice dokumentiert. Erstmals werden in diesem Band auch die Fotos
veröffentlicht, die Schmidt 1969 aus Tellingstedt mitbrachte – 18 an der
Zahl.

Anlass genug für das Kompendium, das jetzt erschien: Es versammelt in
höchst lebendiger Form alles, was zu Schmidt gesagt, geschrieben und
veranstaltet wurde. Eine wahre Wundertüte…

Die beiden Herausgeber, Heiko Thomsen und Ulrich Klappstein, werden das
Buch vorstellen.

Außerdem lesen: Anne-Marga Sprick aus Bargenstedt (plattdeutsch), Heiner
Egge, Patrick Goeser (Buchhändler, Musiker und Nachtwächter aus
Rendsburg mit Geesthorn) und Sted Telling.
Jens Rusch zeigt Radierungen zum Thema.

Eintritt: € 8,–, ermäßigt 4,–, im Vorverkauf € 7,–, ermäßigt 3,50

Veröffentlicht unter Lesung

20.9. bis 25.9. Kunst im Hofgarten: Frank Speth

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Skulpturen von Frank Speth

….und es geht weiter mit der Kunst: Im Rahmen der Dithmarscher
Kohltage wird vom Dienstag, den 20.09. bis Sonntag, den 25.09.2016 der
Quickborner Bildhauer und Künstler Frank Speth seine Gartenskulpturen
aus Stein und großformatigen Köpfe aus Terrakotta im Peter Panter
Buchladen ausstellen. Im Hinterhof, Laden und vor der Tür laden seine
Werke während der Öffnungszeiten von 9.00-18.00 Uhr und am Samstag von
9.00 -13.00 zur Betrachtung ein. Am verkaufsoffenen Sonntag von 12.00
bis 17.00 wird Frank Speth anwesend sein und im Hinterhof am Stein arbeiten.

Auf seiner Internetseite (KunstSam.de) ist im Rahmen der
Künstlerbiographie zu lesen: „Ich mache Kunst, weil ich eigentlich nicht
anders kann – es drängt mich einfach, etwas Neues und Schönes in diese
Welt zu stellen.“
Dies sieht man auch, wenn man die Skulpturen aus Granit oder Sandstein,
auf Eichenstelen stehend, betrachtet. Der Anblick der Gegensatzes
zwischen den groben und geschliffenen Flächen des Steines  zeige sich
dann in seiner ganzen Schönheit. Über seine Leidenschaft für Ton sagt
Frank Speth: “ Ich habe mir die Milde der Arbeit an diesem Material für
den Abend aufgehoben“. Herausgekommen sind Gesichter und Profile, die
zum Entdecken einladen.

Mittwoch, 28.9., 20 Uhr, Traumausstatter: Hanna Poddig liest aus: „Radikal mutig“

Hanna Poddig radikal mutig

Hanna Poddig radikal mutig

„Die größte Schranke auf dem Weg zu einer schöneren Welt ist die Schranke in unseren Köpfen“. Die Worte einer 30-Jährigen, die sich allerdings nicht mit dem Reden zufrieden geben will, sondern die handelt. Hanna Poddig lebt ihr Leben in einer Radikal-Opposition des Alltäglichen. „Radikal mutig“.

„Es geht um das Infragestellen von Normalabläufen. Also alles, was irgendwie als normal und es muss so sein angesehen wird, möchte ich in Frage stellen können, und wenn ich dann zu dem Schluss komme, so wie es jetzt ist, gefällt es mir nicht, dann versuche ich es anders zu machen.“

In ihrem Buch erzählt sie „Aktionsanekdoten, die zwar autobiografisch sind, aber keine Autobiografie“, im Klartext heißt das: sie beschreibt in einer differenzierten, durchaus amüsanten Sprache, was sie erlebt hat beim Besetzen eines Genfeldes oder beim Sit-In vorm AKW Krümmel, wie sie in einer Aktionärsversammlung Tacheles geredet, wegen eines Aufklebers einen aberwitzigen Prozess an den Hals bekommen hat. Hanna Poddig nennt ihr Buch auch „Meine Anleitung zum Anderssein“. Denkprozesse will sie in Gang setzen, weil sie es unerträglich findet, Dinge, die nicht in Ordnung sind, schweigend hinzunehmen. Sie will zeigen, welche Schritte man unternehmen kann, um zu protestieren.

Dass ihre Aktionen etwas Plakatives haben, weiß sie. „Komplizierte Strukturen sind schwer vermittelbar. Da leuchtet es schon eher ein, Gen-Mais niederzutrampeln. Wenn ein Impuls erst einmal gezündet hat, beschäftigen sich die Menschen mit den Dingen und verstehen auch die Zusammenhänge.“

Hanna Poddig ist geboren, ein Jahr bevor der Reaktor von Tschernobyl in die Luft flog, aufgewachsen im kleinen Dorf Werneck bei Schweinfurt und in der Nähe von Hamburg. „Meine Mutter war bei den Grünen, mein Vater hat sich gegen Autobahnbau engagiert, aber immer nur nebenbei. Mir reicht das nicht“.
Seit Anfang 2010 lebt sie in einem anarchistischen Wohnprojekt zwischen Dresden und Leipzig.

Die Lesung findet im Rahmen der „Anarchistischen Woche Meldorf“ und der „Fair Trade Woche“ statt.

Ergänzend gibt es am Do., den 29.9. im Meldorfer Kino den Film „Projekt A“ zu sehen. Dieser Dokumentarfilm taucht ein in die vielschichtige Welt der Anarchisten und bricht mit den gängigen Klischees über Steinewerfer und Chaoten. Er eröffnet viel mehr den Blick auf eine Bewegung, die das Unmögliche fordert, an den Grundfesten unserer Gesellschaft rüttelt und gerade deshalb das Augenmerk auf zentrale ungelöste Fragen unserer Zeit lenkt. Der Film handelt von einer politischen Bewegung, ihrer Theorie und den Menschen, die sich für deren Verwirklichung einsetzen.

Vervollständigt wird die „Anarchistische Woche Meldorf“ durch eine Veranstaltung über das Mietshäuser-Syndikat: „Fair wohnen“ am Montag, den 26.9. ab 19 Uhr im Traumausstatter.

Mittwoch, 28.9., 20 Uhr, Traumausstatter, Süderstr. 8, 25704 Meldorf
Eintritt: € 8,–, ermäßigt 4,–, im Vorverkauf € 7,–, ermäßigt 3,50

Veröffentlicht unter Lesung

„Totes Holz guckt selten froh“

Der Holzbildhauer Hermann Knepper kommt auf Einladung des Peter Panter Buchladens nach Meldorf. Er wird seine Skulpturen in der Zeit vom 14. bis zum 17.September 2016 im Innenhof des Buchladens ausstellen, dort arbeiten und auch gerne im Gespräch sein.

Hermann Knepper

Hermann Knepper

Hermann Knepper bringt eine große Anzahl von Objekten mit, die alle aus Eichenholz und Metall gefertigt sind.
Den Werkstoff Eiche lernte er beim Fachwerkhausbau kennen. Für seine figürlichen Objekte verwendet Hermann Knepper Balken und Pfosten von unterschiedlichem Alter und Herkunft. Der Querschnitt des Materials bestimmt jeweils die äußere Form. Die großen Objekte, die zwischen 1,5 und 2,5 Meter lang und hoch sind, nennt er „Zischinger“, die kleinen, etwa einen halben Meter großen, „Voll-Pfosten“.
„Zischinger“ sind gehörnte Gesellen. Unten mit einer massiven Metallspitze versehen, stecken sie fest im Boden. Sie trotzen Wind und Wetter und verändern mit der Zeit ihr Aussehen, so wie wir Menschen. Sie altern.
Das chemisch unbehandelte Eichenholz entwickelt besonders dann eine über die Jahreszeiten wechselnde Patina, wenn es draußen steht und der Witterung ausgesetzt ist.
Die kleinen Objekte, die „Voll-Pfosten“, sind manchmal aus jahrhundertealten Fachwerkbalken und tragen das Alter in sich. Die Holzoberflächen sind „schrundig“, rissig und bilden einen starken Kontrast zu den bearbeiteten Flächen, in denen intaktes, festes Holz sichtbar wird.
Letztendlich schauen alle Skulpturen unfroh drein, denn „Totes Holz guckt selten froh“ (Hermann Knepper).
Wer die „Zischinger“ oder „Voll-Pfosten“ kennenlernen will, kommt einfach gucken!
Wer es nicht mehr abwarten kann, guckt schon mal vor : www.zischinger.de

Zur Person:
Hermann Josef Knepper ist 1957 in Waltrop am Dortmund-Ems-Kanal geboren.
Das, was er bisher im Leben gemacht hat, war meistens etwas mit den Händen.
Er verbrachte im Juli ein paar Wochen in Dithmarschen, um sich auf seine Ausstellung vorzubereiten. Er kommt zu einer überraschenden Beobachtung.
„Dat, wat(t) bei Euch in Dithmarschen der Deich, is bei uns im Pott der Kanaldamm. Ob Ihr es glaubt oder nicht, sie sehen sich sogar ähnlich und haben eines gemeinsam.
Selten gibt’s Strand. Is aber auch schön.“

Ausstellung, Werkstatt und Gespräche finden statt:

täglich von Mittwoch, den 14.9., bis einschließlich Sonnabend, den 17.9.2016
von jeweils 10 – 18.30 Uhr
Ort und Veranstalter: Peter Panter Buchladen, Zingelstr. 12,25704 Meldorf
Eintritt: frei

Veröffentlicht unter Termin

„…wenn meine Seele Nordseewasser trinkt“

Horst Fryderyk Arendt liest am Donnerstag, den 15.9.2016 um 20°° Uhr im Peter Panter Buchladen

Cover „...wenn meine Seele Nordseewasser trinkt“

Cover „…wenn meine Seele Nordseewasser trinkt“

Horst Fryderyk Arendt hat sich ganz auf die Faszination des Wattenmeeres eingelassen. Er ist an der Nordsee aufgewachsen und besucht sie, so oft wie möglich. In seinem Buch „…wenn meine Seele Nordseewasser trinkt“ verbindet der Autor und Fotograf stimmungsvolle lyrische Texte und feinsinnige Fotos miteinander. Er zeigt auf diese Weise, wie seine Betrachtungen und Empfindungen gefühlvoll ineinanderfließen. In seinem Buch verbeugt er sich vor der Kraft des Meeres und lässt Leserin und Leser teilhaben an dem Zauber dieser einmaligen Landschaft. Horst Fryderyk Arendt ermöglicht uns ein wunderbares Erleben von Märchenhaftem und Außergewöhnlichem. Er liest aus seinem neuen Buch am Freitag, dem 16.9.2016, um 20°° Uhr im Peter Panter Buchladen und wird musikalisch auf der Flöte begleitet von seiner Enkelin Rosa Arendt.

Horst Arendt

Horst Arendt

Zur Person:
Horst Fryderyk Arendt, 1940 geboren, ist in Husum aufgewachsen. Nach einer Maschinenbau-Ausbildung auf der Husumer Schiffswerft, studierte er an der Universität Flensburg Maschinenbau/ Schiffbautechnik. Als leitender Ingenieur fuhr er viele Jahre zur See. Heute lebt er mit seiner Frau in Kronshagen. Seine Liebe zur Natur zeigt sich auf besorndere Weise. Im Sommer und Winter wandert er durchs Watt zu den Halligen und erfährt wöchentlich die Landschaft Schleswig-Holsteins mit dem Fahrrad. Er hört gerne klassische Musik und ist literarisch inspiriert von Hermann Hesse.

Ort: Peter Panter Buchladen
Eintritt: € 8,- / ermäßigt € 4,- Im Vorverkauf: € 7,- / ermäßigt € 3,50
Vorverkauf: ab sofort 04832 – 4104
Veranstalter: Peter Panter Buchladen

Veröffentlicht unter Lesung

Die Kunst, stilvoll älter zu werden. Erfahrungen aus der Vintage-Zone

Sonnabend, den 9.7.2016, 20°° Uhr; Susanne Mayer liest aus: “ Die Kunst, stilvoll älter zu werden. Erfahrungen aus der Vintage-Zone“

Susanne Mayer Foto: Lara Huck

Susanne Mayer
Foto: Lara Huck

Irgendwann ist es so weit: Zeit für das Älterwerden. Wie sich das anfühlt, erzählt die Journalistin Susanne Mayer anhand eines Selbstversuchs. Sie erkundet, klug und mit leichter Feder, wie es zu schaffen wäre, gut gelaunt durch diese späten Jahre zu kommen. Was es braucht? Haltung und Stil!

Vintage-Jahre! Das ist ein Stoßseufzer der Erleichterung und hat im Ausgang eine Note – der Verblüffung. Vintage? Wie: von gestern? Dieser Schock ist Ausgangspunkt des Buches. Susanne Mayer begibt sich auf Spurensuche danach, was Altern heute bedeutet. Sie erzählt von der ersten Altersbashing-Erfahrung – hat dieser Typ an der Kreuzung »Alte Fotze« gekreischt? -, von Erlebnissen in der Familie – »Du in deinem Alter, Mama?« – oder am Arbeitsplatz: Hat der Kollege impliziert, den Job mache ein Jüngerer besser? Nämlich er?

Neben persönlichen Erfahrungen und Begegnungen mit beeindruckenden Menschen geht es in dem Buch auch immer um gesellschaftliche Entwicklungen. Höchst amüsant seziert Susanne Mayer die Phantasie von der Optimierung der dritten Lebensphase, schreibt über neue und alte Kämpfe an der Feminismusfront, aber auch über die schweren Verluste, wenn geliebte Menschen gehen oder die Erfahrungen von Fremdheit in einer sich zunehmend beschleunigenden Welt. Doch für Resignation und Verbitterung im Alter ist das Leben viel zu kurz und viel zu wertvoll. Vintage verlangt vielmehr Gelassenheit, gegenüber den ehemals heißumkämpften politischen Zielen, den verlorenen Hoffnungen und Lieben und sicher auch dem ein oder anderen alten Vorsatz – ohne sich selber untreu zu werden.

Mit Scharfsinn und Witz porträtiert Susanne Mayer einen Lebensabschnitt und seine Bewohner.

Susanne Mayer, geboren 1952, ist Kulturreporterin und Literaturkritikerin der Wochenzeitung Die Zeit. Sie studierte an den Universitäten Bonn, Freiburg, Oxford und Ann Arbor und promovierte 1985 an der Universität Freiburg im Fach Anglistik. Ab 1983 war sie zunächst Volontärin, dann Redakteurin der Stuttgarter Zeitung. 1986 wechselte sie zur Hamburger Wochenzeitung Die Zeit, bei der sie im Literaturressort tätig ist. Zu ihren Themen-Schwerpunkten gehört auch die Familienpolitik. Sie hat zwei Söhne und lebt in Hamburg. 2005 erschien ihr erfolgreiches Buch „Deutschland armes Kinderland. Wie die Egogesellschaft unsere Zukunft verspielt – Plädoyer für eine neue Familienkultur“. Im Feuilleton der Zeit erscheint ihre Kolumne „Männer!“

Für ihre Arbeiten wurde sie 1985 mit dem Theodor-Wolff-Preis sowie 1990 und erneut 1994 mit dem Emma-Journalistinnen-Preis ausgezeichnet.

Ort: „Traumausstatter“, Süderstr. 9, Meldorf
Eintritt: € 8,- / ermäßigt € 4,- , im Vorverkauf € 7,- bzw. € 3,50
Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104 im Peter Panter Buchladen
Veranstalter: Peter Panter Buchladen

Veröffentlicht unter Lesung

Judith Kuckart: Dass man durch Belgien muss auf dem Weg zum Glück

Mittwoch, 15.6.2016, ab 20°° Uhr

Judith Kuckart

Judith Kuckart

Klavierklänge, Klavierstunden und ungenutzt herumstehende Klaviere schaffen einen motivischen Basso continuo in Judith Kuckarts neuem Roman mit dem ungewöhnlichen Titel „ Dass man durch Belgien muss auf dem Weg zum Glück“. Die durchaus eigenbrötlerischen Figuren, die in einzelnen Episoden auftreten, aber doch eine Verbindung miteinander haben, sind Suchende. Suchende, denen die Sehnsucht nach Glück eingeschrieben ist. Ob etwa der junge Leonard oder die alten Damen Emilie und Maria, ob der Klavierlehrer Joseph oder die arbeitslose Katharina, alle stehen an einer Schwelle ihres Lebens, verlieren die Orientierung und wagen einen Neuanfang. Judith Kuckarts Figuren erleben Unerhörtes und es gibt in deren Leben eine unerwartete Wendung.

Warum soll man Judith Kuckarts neues Buch lesen ?

Nun, Judith Kuckart pflegt einen Erzählduktus, der rar geworden ist in zeitgenössischer Prosa und den außer ihr nur noch wenige beherrschen: weder ausschweifend-überbordend noch nachlässig-salopp, sondern auf erhellende Weise klar. Ihre Sätze schaffen Räume fürs Denken. Man findet keine Idylle, aber Leseglück.“ – Hannes Krauss in der WAZ

Judith Kuckart ist eine Meisterin darin, flüchtige Momente einzufangen.

Sie erzählt in elf Kapiteln von kurzen Begegnungen, die tiefen Eindruck hinterlassen. Ihr Buch ist klug und raffiniert konstruiert, doch niemals merkt man ihrer Literatur irgendwelche Anstrengungen an.“

Elke Schmitter / Spiegel online

Judith Kuckart, geboren 1959 in Schwelm (Westfalen), lebt als Autorin und Regisseurin in Berlin und Zürich. Sie veröffentlichte bei DuMont den Roman ›Lenas Liebe‹ (2002), der 2012 verfilmt wurde, den Erzählband ›Die Autorenwitwe‹ (2003), die Neuausgabe ihres Romans ›Der Bibliothekar‹ (2004) sowie die Romane ›Kaiserstraße‹ (2006) und ›Die Verdächtige‹ (2008). Ihr Roman ›Wünsche‹ (2013) stand auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. Judith Kuckart wurde mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis (2012).

Ort: „Traumausstatter“, Süderstr. 9, 25704 Meldorf

Eintritt: Euro 8 / ermäßigt 4,00 bzw. Vorverkauf: 7,00/3,50

Veranstalter: Peter Panter Buchladen

Veröffentlicht unter Lesung

Kurt Knorr liest aus „ Spuren und Zeichen“

Kurt Knorr

Mit 88 Jahren noch einen Band mit Lyrik herausgebracht: Kurt Knorr.

Kurt Knorr liest am Sonnabend, den 4.Juni 2016, um 20°° Uhr auf Einladung des Peter Panter Buchladens aus seinem neuesten Buch „ Spuren und Zeichen“, und zwar im „Traumausstatter“ in Meldorf.
Spuren und Zeichen“ besteht aus überwiegend lyrischen Texten, die er zusammen mit Anneliese und Uwe Peters aus der Schatztruhe seiner Manuskripte geborgen hat.
In Andeutungen, Scharfkantigkeit und ironischen Herausforderungen wollen die Bilder und Begegnungen in dieser Text-und Fotoauswahl zur eigenen Spurensuche anregen, und zwar mitten im Leben.

Mitten im Leben
So ist ’s uns gegeben:
Beglückendes Schweben
in Wärme und Licht!
Doch – mitten im Leben
kann keiner dem Leid
den Zugriff verwehren. –
Dennoch: wir leuchten.
Mitten im Schweren!

Kurt Knorr nennt seine Arbeitsweise: „Verdichten“. Er geht oft von einem konkreten Bild aus, das ihn anregt, eine Spur aufzunehmen und ihn hinführt zu größeren Zusammenhängen. Dieses Zusammenführen nennt er „Verdichten“, der eigentlichen Herausforderung unserer Wirklichkeit.
Und schmunzelnd fügt er hinzu; „ Vielleicht finden Sie Gefallen daran.“

Kurt Knorr wurde 1928 in Westpreußen geboren. Nach dem Krieg floh seine Familie in den Westen und gelangte auf Umwegen auf Eiderstedt.
1945 holte er in St.Peter-Ording sein Abitur nach und lernte dort auch seine spätere Frau Gude Doose kennen.
In Kiel und Bonn studierte er Theologie, bevor er 18 Jahre als Gemeindepastor in der Nähe von Bergisch-Gladbach tätig war. 1980 zog es ihn und seine Familie nach Meldorf, wo er bis 1992 als Pastor am Meldorfer Dom wirkte. Er war Gründer der Hospiz-Bewegung in Meldorf und ist nach wie vor politisch und sozial engagiert.

Ort: „Traumausstatter“, Süderstr. 9, 25704 Meldorf
Eintritt: Euro 8 / ermäßigt 4
Im Vorverkauf: Euro 7/ ermäßigt 3,50
Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104 im Peter Panter Buchladens
Veranstalter: Peter Panter Buchladen

Veröffentlicht unter Lesung

Krischan Koch liest aus: „Dreimal Tote Tante“

Krischan Koch Foto: Gunter Glücklich

Krischan Koch lebt dicht am Wasser in Hamburg, wo er als Filmkritiker für den NDR arbeitet, und auf der Nordseeinsel Amrum, wo er die verrückt-bösen Kabarettprogramme für den „Hamburger Spottverein“ erfindet. Dort schreibt er, mit Blick auf die See, auch seine Kriminalromane.

»Moin Moin, wo is denn hier die Leiche?«
»Dat is ne Riesensauerei. Ihr müsst euch Gummisachen mitbringen. Unbedingt.«
Große Aufregung in dem sonst so verschlafenen nordfriesischen Örtchen Fredenbüll: Im Jauchebecken des Schweinezüchters Schlotfeldt tauchen die Leichen zweier vermisster Frauen auf.
Pensionswirtin Renate verschwindet – und findet sich angekettet in einem Kellerverlies wieder. Für Dorfpolizist Thies Detlefsen ist klar: Ein wahnsinniger Frauenmörder geht um! »Kein Wunder«, meint Piet Paulsen, »dat is wie in den Skandinavien-Krimis. Die dänische Grenze is ja nich weit weg. Da kann schon mal wat rüberschwappen…«

Freitag, 27.05.2016 20 Uhr, Traumausstatter, Süderstraße 9, 25704 Meldorf
Eintritt: 8, ermäßigt 4 €, Vorverkauf 7, ermäßigt 3,50 €
Der Lach-Muskelkater ist inklusive!
Veranstalter: Peter Panter Buchladen

Ein Interview mit Krischan Koch zu seinen Krimis gibt es unter:
http://www.dtv.de/special/krischan_koch_dreimal_tote_tante/interview/2425/
Dreimal Tote Tante

 

Veröffentlicht unter Lesung

Moritz Kirsch liest Sarah Kirsch am Sonnabend, den 16.4.2016, ab 20 Uhr in der Ditmarsia

Sarah Kirsch

Sarah Kirsch

Wir freuen uns, dass Moritz Kirsch aus dem Spätwerk seiner Mutter Sarah Kirsch lesen wird.
Am 16.4.2016 hätte Sarah Kirsch ihren 81.Geburtstag gefeiert. Wir feiern diesen Geburtstag mit einer Lesung von Moritz Kirsch!
Er wir einige Passagen aus dem posthum veröffentlichten Reisebuch Ænglisch“ lesen und Gedichte aus den drei letzten Büchern, die alle größtenteils in Tielenhemme/Dithmarschen entstanden sind.
Im August 2000 brach Sarah Kirsch mit ihrem Sohn zu einer Reise nach Cornwall und Devon auf, das Tagebuch immer parat – auf dem dänischen Schiff bei freundlichem Wetter über die Nordsee reisend, bei Quartiersuche in Penzance, »früher Heimat der Sardinen, dann Eldorado der Maler«, auf Spaziergängen, wo sie vom Wechselspiel der Farben über der See fasziniert ist: »silberweißes Spitzengrau wie für Herrn Turner, später das Meer schwarzer Lack«. Zu Fuß geht es auf die Insel St. Michael’s Mount, durch das Rosamunde-Pilcher-Land mit »verzauberte kleene Häuserken und gloriose Gärten« jagt der Zug über Salzwiesen bis nach Torquay.
„Elfengleich küsst Kirsch den Lesern die Augen wach und lässt sie durch die Oberfläche hindurch schauen“, kommentiert Michaela Schmitz vom Deutschlandfunk.
Sarah Kirsch hat gerne in Dithmarschen gelebt, besonders in Tielenhemme, ihrem Rückzugsort am Rande der Welt. „Gottlob ist diese Gegend so menschenscheu“, schrieb sie einmal, schließlich hat sie genau das gesucht.
Hunderte von Gedichten hat sie über diese Landschaft geschrieben.Dithmarschen verwandelt sie in eine Gegend der rauen Schönheit.Ganz sicher keine Natur, die einen erschlägt. Sarah Kirsch ist es gelungen, aus Dithmarschen einen poetischen Ort zu erschaffen.
Sarah Kirsch gilt als eine der bedeutendsten deutschen Lyrikerinnen. Sie wurde 1935 in Limlingerode im Norden Thüringens als Ingrid Bernstein geboren und wuchs in Halberstadt auf.
Nach Abschluss ihres Biologiestudiums in Halle studierte sie Literatur am Johannes R. Becher Institut in Leipzig.
Ihre ersten Gedichte veröffentlichte sie gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Lyriker Rainer Kirsch, mit dem sie von 1960 bis 1968 verheiratet war. Nach der Scheidung zog Kirsch nach Ost-Berlin, 1969 kam ihr Sohn Moritz zur Welt kam (Vater: Karl Mickel).
Schon 1960 nahm sie das Vornamen-Pseudonym Sarah an, um damit gegen die Verfolgung und Massenvernichtung der Juden in der Nazizeit zu protestieren. Wegen ihres Protestes gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann wurde sie 1976 aus der SED und dem Schriftstellerverband der DDR ausgeschlossen und von der Staatssicherheit observiert. Ein Jahr danach folgte ihre Ausbürgerung, sie zog mit ihrem Sohn Moritz nach West-Berlin, wo sie als Journalistin, Hörfunkmitarbeiterin und Übersetzerin arbeitete. Später lebte sie als freie Schriftstellerin und Malerin in Schleswig-Holstein bis zu ihrem Tod im Jahr 2003 .
Moritz Kirsch, 1969 in Ostberlin geboren, mit der Mutter 1977 übergesiedelt nach Westberlin und 1983 nach Tielenhemme in Sschleswig-Holstein gezogen, hat nach dem Magisterstudium der Nordistik, Friesistik und Neueren Deutschen Literaturwissenschaft an der CAU Kiel als Übersetzer , Herausgeber und freiberuflicher Lektor gearbeitet und lebt seit 2007 wieder in Tielenhemme. Er schreibt zur Zeit an einem Roman. Der wird größtenteils auf dem Mond spielen. Ich hoffe, dass ich mit dem Schluss weiterkomme. Es ist ein Jugend-Science-Fiction-Krimi; er spielt im Jahr 2050. Ich muss sehen, dass ich vorher fertig werde.
Ort: „Ditmarsia“, Süderstr. 16, Meldorf
Eintritt: € 8,- / ermäßigt € 4,- , im Vorverkauf € 7,- bzw. € 3,50
Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104 im Peter Panter Buchladen
Veranstalter: Peter Panter Buchladen

Veröffentlicht unter Lesung