Sonntag, 4.12, 19 Uhr: Alberto Acosta und Grupo Sal

Ditmarsia, Süderstr. 16, 25704 Meldorf: Der Einlass ist ab 18°° Uhr.

Acosta Plakat

Acosta Plakat

Ist es mehr als ein schöner Traum, dass Mensch und Natur in einem solidarischen Miteinander abseits von Wachstumszwängen leben? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Ökonom und ehemalige Energieminister Ecuadors Alberto Acosta. Im Rahmen einer Konzert-Lesung präsentiert die lateinamerikanische Musikgruppe Grupo Sal gemeinsam mit Acosta ein Programm, das einen informativen, aber auch künstlerischen Zugang zu der international an Bedeutung gewinnenden Thematik ermöglicht.

Die Lebensanschauung der indigenen Anden-und Amazonasvölker zielt auf ein Leben im Einklang mit der Natur und allen Geschöpfen. Es bedeutet eine neue Ethik der Entwicklung, fordert ein soziales und solidarisches Wirtschaften und eine Abkehr von Wirtschaftswachstum als zentralem Entwicklungskriterium.

„Nach Wien, München, Kassel und Saarbrücken ist Meldorf einziger Veranstaltungsort nördlich der Elbe und Schlusspunkt einer beachtungswerten Rundreise“, sagt Dr. Dietrich Stein.

Wie funktioniert „Buen Vivir“? Welche Perspektiven sind damit verbunden? Gibt es Möglichkeiten, dieses Konzept indigenen Ursprungs auch in unsere westliche Lebenswelt einzubinden? Alberto Acosta trägt seine Ideen und Visionen zu diesem Thema vor und berichtet über seine Erfahrungen bei der politischen Umsetzung. Im Dialog mit dem Journalisten Thomas Pampuch werden Aussagen aus seinem Vortrag vertieft und auch das Publikum ist dazu aufgefordert, Fragen zu stellen und sich an der Diskussion zu beteiligen. Grupo Sal begleitet und ergänzt die Ausführungen durch eine Fülle von Beispielen der lateinamerikanischen Musik, um die neuen Töne aus Lateinamerika musikalisch erfahrbar zu machen.

Karten für die Veranstaltung sind für 12,- Euro zu erhalten im Vorverkauf in Meldorf im Peter Panter Buchladen, Zingelstraße 12 (Tel. 04832/4104) und in Heide im Weltladen e.V., Markt 28 und – soweit dann noch vorhanden – an der Abendkasse. Zur Vorbereitung und Nachbereitung empfiehlt sich Alberto Acostas Buch Buen Vivir – Vom Recht auf ein gutes Leben, München 2015,  für 16,95 Euro

Eintritt: € 12,–, ermäßigt 10,–

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Mittwoch, 12.10.2016 20 Uhr: Ruth Weiss, Wege im harten Gras

Lesung und Autorengespräch – Moderation: Lutz Kliche

im Traumausstatter, Süderstr. 9, 25704 Meldorf

 

Ruth Weiß

Ruth Weiß

Ständig auf der Reise. Manchmal mit einer Absicht, einem Ziel und oft, allzu oft auf der Flucht vor Menschen und Verhältnissen, irgendwo zwischen Europa und Afrika. Das eine nannten die Ämter „Aufenthalt“, das andere „Heimat“. Die Frage war nur: Wo war ich zu Hause?“

Ruth Weiss wurde 1924 als Kind jüdischer Eltern in Fürth bei Nürnberg geboren. 1936 floh die Familie vor der Verfolgung nach Südafrika. Ruth Weiss arbeitete lange Jahre international als anerkannte Wirtschaftsjournalistin. Sie war früh gegen die Apartheid aktiv, mit vielen politischen Führern der Unabhängigkeits- und Befreiungsbewegungen ist sie persönlich befreundet.

1966 kam sie wegen ihres antirassistischen Engagements auf die »Schwarze Liste« und musste Südafrika verlassen. Sie arbeitete für die Financial Times, The Guardian, die BBC und die Deutsche Welle in Zimbabwe, Großbritannien und Deutschland. Sie lebte lange auf der Isle of Wight und kehrte 2012 endgültig nach Deutschland zurück.

Ruth Weiss widmete sich seit den 90er Jahren dem Schreiben von Kinder- und Sachbüchern auf Englisch und Deutsch. Seit ihrem Ruhestand schreibt sie auch historische Romane. Ihre bekanntesten Bücher sind der Roman »Meine Schwester Sara« und der autobiographische Bericht »Wege im harten Gras«.
2015 wurde ihr für ihr Lebenswerk das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Ruth Weiss wird begleitet von dem Literaturvermittler und Übersetzer Lutz Kliche.Veranstalter: Peter Panter Buchladen & Matarenda Global Friends in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein.
Eintritt: € 8,–, ermäßigt 4,–, im Vorverkauf € 7,–, ermäßigt 3,50.

Bibliographische Angaben:

Ruth Weiss
Wege im harten Gras
Erinnerungen an Deutschland, Südafrika und England
Mit einem Nachwort von Nadine Gordimer
ISBN 978-3-86841-162-1
306 Seiten, 18 €
Verlag Edition AV

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SA, 8.10. 20:00 Uhr: Dritter Meldorfer Poetry Slam

hoegsdal06_pic_jens_henkenius_kiel_kleinerDa die Begeisterung des Publikums bei den ersten beiden Meldorfer Poetry Slams so groß war, sind der Moderator Björn Högsdal und die SlammerInnen für eine neue Runde in Meldorf bereit.

Poetry Slams sind moderne Dichterwettkämpfe, wie es sie ganz ähnlich schon im alten Griechenland und im Mittelalter gab. Auf den Poetry Slam-Bühnen sieht man gelebte Literatur, Texte, die von den Dichtern selbst geschrieben und oft sogar auswendig performt werden.

Das Publikum entscheidet dann per Applaus über den besten Dichter des Abends. Poetry Slam ist Spiel mit der Sprache. Ob Lyrik, Rap, Freestyle, Poesie oder Geschichten, alles ist Slam Poetry, wenn es gesprochen und vorgetragen wird.

Poetry Slam bietet Slampoeten und Autoren eine Plattform um mit- und gegeneinander um die Gunst des Publikums zu kämpfen. Teilnehmen kann jeder, in sechs Minuten pro Runde fast alles erlaubt. Nur selbstgeschrieben müssen die Texte sein.

Lust, selber auf der Bühne zu stehen? Anmeldung und Infos unter info@assembleart.com

hoegsdal06_pic_jens_henkenius_kiel_kleinerLocation: Theater im Forum Gemeinschaftsschule , Promenade 22, 25704 Meldorf
Moderation: Björn Högsdal
Mit: t.b.a.
Samstag, den 8.10.2016
Einlass: 19:15
Beginn: 20:00
Eintritt: € 12 / ermäßigt 6
Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104 im Peter Panter Buchladen und Gemeinschaftsschule

Veranstalter: Peter Panter Buchladen , Gemeinschaftsschule Meldorf & Zingel Kultur e.V.

Mittwoch, 28.9., 20 Uhr, Traumausstatter: Hanna Poddig liest aus: „Radikal mutig“

Hanna Poddig radikal mutig

Hanna Poddig radikal mutig

„Die größte Schranke auf dem Weg zu einer schöneren Welt ist die Schranke in unseren Köpfen“. Die Worte einer 30-Jährigen, die sich allerdings nicht mit dem Reden zufrieden geben will, sondern die handelt. Hanna Poddig lebt ihr Leben in einer Radikal-Opposition des Alltäglichen. „Radikal mutig“.

„Es geht um das Infragestellen von Normalabläufen. Also alles, was irgendwie als normal und es muss so sein angesehen wird, möchte ich in Frage stellen können, und wenn ich dann zu dem Schluss komme, so wie es jetzt ist, gefällt es mir nicht, dann versuche ich es anders zu machen.“

In ihrem Buch erzählt sie „Aktionsanekdoten, die zwar autobiografisch sind, aber keine Autobiografie“, im Klartext heißt das: sie beschreibt in einer differenzierten, durchaus amüsanten Sprache, was sie erlebt hat beim Besetzen eines Genfeldes oder beim Sit-In vorm AKW Krümmel, wie sie in einer Aktionärsversammlung Tacheles geredet, wegen eines Aufklebers einen aberwitzigen Prozess an den Hals bekommen hat. Hanna Poddig nennt ihr Buch auch „Meine Anleitung zum Anderssein“. Denkprozesse will sie in Gang setzen, weil sie es unerträglich findet, Dinge, die nicht in Ordnung sind, schweigend hinzunehmen. Sie will zeigen, welche Schritte man unternehmen kann, um zu protestieren.

Dass ihre Aktionen etwas Plakatives haben, weiß sie. „Komplizierte Strukturen sind schwer vermittelbar. Da leuchtet es schon eher ein, Gen-Mais niederzutrampeln. Wenn ein Impuls erst einmal gezündet hat, beschäftigen sich die Menschen mit den Dingen und verstehen auch die Zusammenhänge.“

Hanna Poddig ist geboren, ein Jahr bevor der Reaktor von Tschernobyl in die Luft flog, aufgewachsen im kleinen Dorf Werneck bei Schweinfurt und in der Nähe von Hamburg. „Meine Mutter war bei den Grünen, mein Vater hat sich gegen Autobahnbau engagiert, aber immer nur nebenbei. Mir reicht das nicht“.
Seit Anfang 2010 lebt sie in einem anarchistischen Wohnprojekt zwischen Dresden und Leipzig.

Die Lesung findet im Rahmen der „Anarchistischen Woche Meldorf“ und der „Fair Trade Woche“ statt.

Ergänzend gibt es am Do., den 29.9. im Meldorfer Kino den Film „Projekt A“ zu sehen. Dieser Dokumentarfilm taucht ein in die vielschichtige Welt der Anarchisten und bricht mit den gängigen Klischees über Steinewerfer und Chaoten. Er eröffnet viel mehr den Blick auf eine Bewegung, die das Unmögliche fordert, an den Grundfesten unserer Gesellschaft rüttelt und gerade deshalb das Augenmerk auf zentrale ungelöste Fragen unserer Zeit lenkt. Der Film handelt von einer politischen Bewegung, ihrer Theorie und den Menschen, die sich für deren Verwirklichung einsetzen.

Vervollständigt wird die „Anarchistische Woche Meldorf“ durch eine Veranstaltung über das Mietshäuser-Syndikat: „Fair wohnen“ am Montag, den 26.9. ab 19 Uhr im Traumausstatter.

Mittwoch, 28.9., 20 Uhr, Traumausstatter, Süderstr. 8, 25704 Meldorf
Eintritt: € 8,–, ermäßigt 4,–, im Vorverkauf € 7,–, ermäßigt 3,50

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23.9. 20 Uhr „Tellingstedt und der Weg dorthin“

Tellingstedt und der Weg dorthin

Tellingstedt und der Weg dorthin

Lesung und Buchvorstellung: „Tellingstedt und der Weg dorthin“, Texte
und Materialien zu Arno Schmidts „Die Schule der Atheisten“.

Arno Schmidt (1914-1979) machte Tellingstedt in Dithmarschen zum Ort der
Weltliteratur, indem er dort seine Novellenkomödie „Die Schule der
Atheisten“ ansiedelte. Ein Zukunftsroman, 1972 erschienen, der im Jahre
2014 spielt. Die Zukunft hatte also die Gegenwart eingeholt.

Warum Schmidt die Geestgemeinde im nördlichen Dithmarschen als zentralen
Handlungsort wählte, kann letztlich wohl nicht geklärt werden, er war
zweimal in Tellingstedt, 1963 und 1969. Das erste Mal vermutlich eher
zufällig, das zweite Mal gezielt. Vom ersten Besuch in
Schleswig-Holstein berichtet er selbst in seinen Tagebuchnotizen, die
zweite Recherche-Reise wird in den Tagebuchaufzeichnungen seiner Frau
Alice dokumentiert. Erstmals werden in diesem Band auch die Fotos
veröffentlicht, die Schmidt 1969 aus Tellingstedt mitbrachte – 18 an der
Zahl.

Anlass genug für das Kompendium, das jetzt erschien: Es versammelt in
höchst lebendiger Form alles, was zu Schmidt gesagt, geschrieben und
veranstaltet wurde. Eine wahre Wundertüte…

Die beiden Herausgeber, Heiko Thomsen und Ulrich Klappstein, werden das
Buch vorstellen.

Außerdem lesen: Anne-Marga Sprick aus Bargenstedt (plattdeutsch), Heiner
Egge, Patrick Goeser (Buchhändler, Musiker und Nachtwächter aus
Rendsburg mit Geesthorn) und Sted Telling.
Jens Rusch zeigt Radierungen zum Thema.

Eintritt: € 8,–, ermäßigt 4,–, im Vorverkauf € 7,–, ermäßigt 3,50

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20.9. bis 25.9. Kunst im Hofgarten: Frank Speth

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Skulpturen von Frank Speth

….und es geht weiter mit der Kunst: Im Rahmen der Dithmarscher
Kohltage wird vom Dienstag, den 20.09. bis Sonntag, den 25.09.2016 der
Quickborner Bildhauer und Künstler Frank Speth seine Gartenskulpturen
aus Stein und großformatigen Köpfe aus Terrakotta im Peter Panter
Buchladen ausstellen. Im Hinterhof, Laden und vor der Tür laden seine
Werke während der Öffnungszeiten von 9.00-18.00 Uhr und am Samstag von
9.00 -13.00 zur Betrachtung ein. Am verkaufsoffenen Sonntag von 12.00
bis 17.00 wird Frank Speth anwesend sein und im Hinterhof am Stein arbeiten.

Auf seiner Internetseite (KunstSam.de) ist im Rahmen der
Künstlerbiographie zu lesen: „Ich mache Kunst, weil ich eigentlich nicht
anders kann – es drängt mich einfach, etwas Neues und Schönes in diese
Welt zu stellen.“
Dies sieht man auch, wenn man die Skulpturen aus Granit oder Sandstein,
auf Eichenstelen stehend, betrachtet. Der Anblick der Gegensatzes
zwischen den groben und geschliffenen Flächen des Steines  zeige sich
dann in seiner ganzen Schönheit. Über seine Leidenschaft für Ton sagt
Frank Speth: “ Ich habe mir die Milde der Arbeit an diesem Material für
den Abend aufgehoben“. Herausgekommen sind Gesichter und Profile, die
zum Entdecken einladen.

„Totes Holz guckt selten froh“

Der Holzbildhauer Hermann Knepper kommt auf Einladung des Peter Panter Buchladens nach Meldorf. Er wird seine Skulpturen in der Zeit vom 14. bis zum 17.September 2016 im Innenhof des Buchladens ausstellen, dort arbeiten und auch gerne im Gespräch sein.

Hermann Knepper

Hermann Knepper

Hermann Knepper bringt eine große Anzahl von Objekten mit, die alle aus Eichenholz und Metall gefertigt sind.
Den Werkstoff Eiche lernte er beim Fachwerkhausbau kennen. Für seine figürlichen Objekte verwendet Hermann Knepper Balken und Pfosten von unterschiedlichem Alter und Herkunft. Der Querschnitt des Materials bestimmt jeweils die äußere Form. Die großen Objekte, die zwischen 1,5 und 2,5 Meter lang und hoch sind, nennt er „Zischinger“, die kleinen, etwa einen halben Meter großen, „Voll-Pfosten“.
„Zischinger“ sind gehörnte Gesellen. Unten mit einer massiven Metallspitze versehen, stecken sie fest im Boden. Sie trotzen Wind und Wetter und verändern mit der Zeit ihr Aussehen, so wie wir Menschen. Sie altern.
Das chemisch unbehandelte Eichenholz entwickelt besonders dann eine über die Jahreszeiten wechselnde Patina, wenn es draußen steht und der Witterung ausgesetzt ist.
Die kleinen Objekte, die „Voll-Pfosten“, sind manchmal aus jahrhundertealten Fachwerkbalken und tragen das Alter in sich. Die Holzoberflächen sind „schrundig“, rissig und bilden einen starken Kontrast zu den bearbeiteten Flächen, in denen intaktes, festes Holz sichtbar wird.
Letztendlich schauen alle Skulpturen unfroh drein, denn „Totes Holz guckt selten froh“ (Hermann Knepper).
Wer die „Zischinger“ oder „Voll-Pfosten“ kennenlernen will, kommt einfach gucken!
Wer es nicht mehr abwarten kann, guckt schon mal vor : www.zischinger.de

Zur Person:
Hermann Josef Knepper ist 1957 in Waltrop am Dortmund-Ems-Kanal geboren.
Das, was er bisher im Leben gemacht hat, war meistens etwas mit den Händen.
Er verbrachte im Juli ein paar Wochen in Dithmarschen, um sich auf seine Ausstellung vorzubereiten. Er kommt zu einer überraschenden Beobachtung.
„Dat, wat(t) bei Euch in Dithmarschen der Deich, is bei uns im Pott der Kanaldamm. Ob Ihr es glaubt oder nicht, sie sehen sich sogar ähnlich und haben eines gemeinsam.
Selten gibt’s Strand. Is aber auch schön.“

Ausstellung, Werkstatt und Gespräche finden statt:

täglich von Mittwoch, den 14.9., bis einschließlich Sonnabend, den 17.9.2016
von jeweils 10 – 18.30 Uhr
Ort und Veranstalter: Peter Panter Buchladen, Zingelstr. 12,25704 Meldorf
Eintritt: frei

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„…wenn meine Seele Nordseewasser trinkt“

Horst Fryderyk Arendt liest am Donnerstag, den 15.9.2016 um 20°° Uhr im Peter Panter Buchladen

Cover „...wenn meine Seele Nordseewasser trinkt“

Cover „…wenn meine Seele Nordseewasser trinkt“

Horst Fryderyk Arendt hat sich ganz auf die Faszination des Wattenmeeres eingelassen. Er ist an der Nordsee aufgewachsen und besucht sie, so oft wie möglich. In seinem Buch „…wenn meine Seele Nordseewasser trinkt“ verbindet der Autor und Fotograf stimmungsvolle lyrische Texte und feinsinnige Fotos miteinander. Er zeigt auf diese Weise, wie seine Betrachtungen und Empfindungen gefühlvoll ineinanderfließen. In seinem Buch verbeugt er sich vor der Kraft des Meeres und lässt Leserin und Leser teilhaben an dem Zauber dieser einmaligen Landschaft. Horst Fryderyk Arendt ermöglicht uns ein wunderbares Erleben von Märchenhaftem und Außergewöhnlichem. Er liest aus seinem neuen Buch am Freitag, dem 16.9.2016, um 20°° Uhr im Peter Panter Buchladen und wird musikalisch auf der Flöte begleitet von seiner Enkelin Rosa Arendt.

Horst Arendt

Horst Arendt

Zur Person:
Horst Fryderyk Arendt, 1940 geboren, ist in Husum aufgewachsen. Nach einer Maschinenbau-Ausbildung auf der Husumer Schiffswerft, studierte er an der Universität Flensburg Maschinenbau/ Schiffbautechnik. Als leitender Ingenieur fuhr er viele Jahre zur See. Heute lebt er mit seiner Frau in Kronshagen. Seine Liebe zur Natur zeigt sich auf besorndere Weise. Im Sommer und Winter wandert er durchs Watt zu den Halligen und erfährt wöchentlich die Landschaft Schleswig-Holsteins mit dem Fahrrad. Er hört gerne klassische Musik und ist literarisch inspiriert von Hermann Hesse.

Ort: Peter Panter Buchladen
Eintritt: € 8,- / ermäßigt € 4,- Im Vorverkauf: € 7,- / ermäßigt € 3,50
Vorverkauf: ab sofort 04832 – 4104
Veranstalter: Peter Panter Buchladen

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Die Kunst, stilvoll älter zu werden. Erfahrungen aus der Vintage-Zone

Sonnabend, den 9.7.2016, 20°° Uhr; Susanne Mayer liest aus: “ Die Kunst, stilvoll älter zu werden. Erfahrungen aus der Vintage-Zone“

Susanne Mayer Foto: Lara Huck

Susanne Mayer
Foto: Lara Huck

Irgendwann ist es so weit: Zeit für das Älterwerden. Wie sich das anfühlt, erzählt die Journalistin Susanne Mayer anhand eines Selbstversuchs. Sie erkundet, klug und mit leichter Feder, wie es zu schaffen wäre, gut gelaunt durch diese späten Jahre zu kommen. Was es braucht? Haltung und Stil!

Vintage-Jahre! Das ist ein Stoßseufzer der Erleichterung und hat im Ausgang eine Note – der Verblüffung. Vintage? Wie: von gestern? Dieser Schock ist Ausgangspunkt des Buches. Susanne Mayer begibt sich auf Spurensuche danach, was Altern heute bedeutet. Sie erzählt von der ersten Altersbashing-Erfahrung – hat dieser Typ an der Kreuzung »Alte Fotze« gekreischt? -, von Erlebnissen in der Familie – »Du in deinem Alter, Mama?« – oder am Arbeitsplatz: Hat der Kollege impliziert, den Job mache ein Jüngerer besser? Nämlich er?

Neben persönlichen Erfahrungen und Begegnungen mit beeindruckenden Menschen geht es in dem Buch auch immer um gesellschaftliche Entwicklungen. Höchst amüsant seziert Susanne Mayer die Phantasie von der Optimierung der dritten Lebensphase, schreibt über neue und alte Kämpfe an der Feminismusfront, aber auch über die schweren Verluste, wenn geliebte Menschen gehen oder die Erfahrungen von Fremdheit in einer sich zunehmend beschleunigenden Welt. Doch für Resignation und Verbitterung im Alter ist das Leben viel zu kurz und viel zu wertvoll. Vintage verlangt vielmehr Gelassenheit, gegenüber den ehemals heißumkämpften politischen Zielen, den verlorenen Hoffnungen und Lieben und sicher auch dem ein oder anderen alten Vorsatz – ohne sich selber untreu zu werden.

Mit Scharfsinn und Witz porträtiert Susanne Mayer einen Lebensabschnitt und seine Bewohner.

Susanne Mayer, geboren 1952, ist Kulturreporterin und Literaturkritikerin der Wochenzeitung Die Zeit. Sie studierte an den Universitäten Bonn, Freiburg, Oxford und Ann Arbor und promovierte 1985 an der Universität Freiburg im Fach Anglistik. Ab 1983 war sie zunächst Volontärin, dann Redakteurin der Stuttgarter Zeitung. 1986 wechselte sie zur Hamburger Wochenzeitung Die Zeit, bei der sie im Literaturressort tätig ist. Zu ihren Themen-Schwerpunkten gehört auch die Familienpolitik. Sie hat zwei Söhne und lebt in Hamburg. 2005 erschien ihr erfolgreiches Buch „Deutschland armes Kinderland. Wie die Egogesellschaft unsere Zukunft verspielt – Plädoyer für eine neue Familienkultur“. Im Feuilleton der Zeit erscheint ihre Kolumne „Männer!“

Für ihre Arbeiten wurde sie 1985 mit dem Theodor-Wolff-Preis sowie 1990 und erneut 1994 mit dem Emma-Journalistinnen-Preis ausgezeichnet.

Ort: „Traumausstatter“, Süderstr. 9, Meldorf
Eintritt: € 8,- / ermäßigt € 4,- , im Vorverkauf € 7,- bzw. € 3,50
Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104 im Peter Panter Buchladen
Veranstalter: Peter Panter Buchladen

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Judith Kuckart: Dass man durch Belgien muss auf dem Weg zum Glück

Mittwoch, 15.6.2016, ab 20°° Uhr

Judith Kuckart

Judith Kuckart

Klavierklänge, Klavierstunden und ungenutzt herumstehende Klaviere schaffen einen motivischen Basso continuo in Judith Kuckarts neuem Roman mit dem ungewöhnlichen Titel „ Dass man durch Belgien muss auf dem Weg zum Glück“. Die durchaus eigenbrötlerischen Figuren, die in einzelnen Episoden auftreten, aber doch eine Verbindung miteinander haben, sind Suchende. Suchende, denen die Sehnsucht nach Glück eingeschrieben ist. Ob etwa der junge Leonard oder die alten Damen Emilie und Maria, ob der Klavierlehrer Joseph oder die arbeitslose Katharina, alle stehen an einer Schwelle ihres Lebens, verlieren die Orientierung und wagen einen Neuanfang. Judith Kuckarts Figuren erleben Unerhörtes und es gibt in deren Leben eine unerwartete Wendung.

Warum soll man Judith Kuckarts neues Buch lesen ?

Nun, Judith Kuckart pflegt einen Erzählduktus, der rar geworden ist in zeitgenössischer Prosa und den außer ihr nur noch wenige beherrschen: weder ausschweifend-überbordend noch nachlässig-salopp, sondern auf erhellende Weise klar. Ihre Sätze schaffen Räume fürs Denken. Man findet keine Idylle, aber Leseglück.“ – Hannes Krauss in der WAZ

Judith Kuckart ist eine Meisterin darin, flüchtige Momente einzufangen.

Sie erzählt in elf Kapiteln von kurzen Begegnungen, die tiefen Eindruck hinterlassen. Ihr Buch ist klug und raffiniert konstruiert, doch niemals merkt man ihrer Literatur irgendwelche Anstrengungen an.“

Elke Schmitter / Spiegel online

Judith Kuckart, geboren 1959 in Schwelm (Westfalen), lebt als Autorin und Regisseurin in Berlin und Zürich. Sie veröffentlichte bei DuMont den Roman ›Lenas Liebe‹ (2002), der 2012 verfilmt wurde, den Erzählband ›Die Autorenwitwe‹ (2003), die Neuausgabe ihres Romans ›Der Bibliothekar‹ (2004) sowie die Romane ›Kaiserstraße‹ (2006) und ›Die Verdächtige‹ (2008). Ihr Roman ›Wünsche‹ (2013) stand auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. Judith Kuckart wurde mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis (2012).

Ort: „Traumausstatter“, Süderstr. 9, 25704 Meldorf

Eintritt: Euro 8 / ermäßigt 4,00 bzw. Vorverkauf: 7,00/3,50

Veranstalter: Peter Panter Buchladen

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